Jahrestreffen auf Hof Heft

Die Stiftung trias ist nicht nur durch das Kernteam in der Geschäftsstelle in Hattingen bundesweit tätig, sondern auch regional verankert. Unsere Kolleg*innen in den Regionen stehen Projektgruppen mit ihrer Erfahrung und ihrem Fachwissen zur Seite und vertreten zugleich die Stiftung auf Bildungsveranstaltungen wie z.B. lokalen Wohnprojekttagen. Einmal im Jahr findet ein Treffen an wechselnden Orten, gern bei unseren Projekten, statt. Diese Tage dienen dem persönlichen Austausch, der Reflektion und der Weiterentwicklung von Zukunftsthemen.
Das diesjährige zweitägige Zusammenkommen Anfang September 2026 auf dem idyllischen Hof Heft im bayerischen Riedering bei Rosenheim war ergebnisreich und fruchtbar. Über den Hof, der sich mitten im Eigentumsübergang an die Stiftung trias befindet, werden wir in Kürze ausführlicher berichten.
Zum Team der regionalen Ansprechpartner*innen der Stiftung gehört David Marek.
David Marek lebt mit seiner Familie in Kirchen an der Sieg und ist Teil der Wohnprojektgründung “Am Siegufer leben”. Zu seiner Rolle als regionaler Ansprechpartner für die Stiftung trias haben wir ihn schriftlich interviewt:
Lieber David,
was macht deine Arbeit in der Region so besonders?
Die Region, in der ich für die Stiftung tätig bin, ist recht weitläufig und umfasst das Dreieck Köln-Kassel-Frankfurt. Häufig befinde ich mich in Landschaften, die überwiegend ländlich geprägt sind, in denen die Stiftung noch nicht sehr bekannt ist. Insofern verstehe ich meine Aufgabe auch als eine Art Pioniertätigkeit. Meine Hoffnung ist, bei Problemen in Projekten oder Gruppen dazuzukommen und neue Perspektiven und Antworten bereitzuhalten, mit denen niemand gerechnet hat. Dazu erzähle ich von der Stiftung, ihrem Ansatz, ihrer praktischen Expertise und davon, wie sie bereits seit vielen Jahren gemeinschaftlich Boden und Immobilien aus der Spekulation holt.
Diese besondere ländliche Struktur macht es zugleich herausfordernd, auf die Stiftung aufmerksam zu machen. Im ländlichen Raum gibt es nicht die „große Bühne“ wie in größeren Städten. Deshalb muss man sich schon ein wenig aufdrängen, um bei einer der wenigen thematischen Veranstaltungen oder bei entsprechenden Fachvorträgen gehört zu werden. Insgesamt gibt es in der Region sehr viel Leerstand und sehr viel Einsamkeit, sodass ich viele Möglichkeiten sehe, wie die Stiftung hier wirken kann.
Wie bist du zur Stiftung trias gekommen?
Als mir klar wurde, dass ich nach 20 Jahren Tätigkeit in der Sparkasse ein neues Tätigkeitsfeld suche, war für mich der erste Anknüpfungspunkt unser eigenes Wohnprojekt, für das wir Unterstützung gesucht haben. Dadurch kam ich erstmals mit der Stiftung trias in Berührung. Ich merkte, dass mich das sehr interessierte und bewarb mich für den 2. Lehrgang der Ausbildung zum Wohnprojektberater der Stiftung trias. Dabei stellte ich eine große Übereinstimmung mit den Zielen der Stiftung fest und entdeckte vieles, was ich sehr spannend finde: das Team, die Projekte, die Initiator*innen und die Stifter*innen, die ihre Häuser in gute Hände geben. Das führte dazu, dass ich den engeren Kontakt suchte und eine Zusammenarbeit anstrebte. Jetzt bin ich sehr stolz, Teil der Stiftung trias und regionaler Ansprechpartner zu sein!
Was begeistert dich am meisten bei deiner Arbeit?
Mich begeistert es vor allem, wenn Gruppen wieder zueinanderfinden: wenn sie sich nach einer Phase der Unruhe, des Sturms oder der Konflikte wieder „berappeln“ und sie ihre Ziele wiederentdecken. In einer solchen Phase mit „an Bord“ zu gehen, für Ruhe, für Klarheit und quasi für Sicht zu sorgen, macht mir große Freude. Auch Projekte, die Probleme mit Finanzen, Institutionen, Rollen oder Nachwuchs im Projekt haben, berate ich gerne. Mich motiviert es, zu sehen, wenn die Gruppe mit der nötigen Organisation und Struktur wieder miteinander agiert und zu Lösungen kommt. Deshalb liegt mein Beratungsschwerpunkt übrigens auch in meiner selbständigen Tätigkeit als Wohnprojektberater darin, Projekte in Konfliktlagen zu unterstützen.

