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Haus in gute Hände

Schenkung in Frankfurt: Erstes Mietwohnprojekt der Stiftung trias


Zum Jahresanfang 2026 wurde der Stiftung trias eine besondere Schenkung in Frankfurt zuteil. In guter Innenstadtlage ging eine Liegenschaft von Todes wegen an die Stiftung über, die seit mehr als 30 Jahren von einer Wohngemeinschaft bewohnt wird. Das Haus, ein ehemaliges Pfarrhaus, war einst vom Großvater der Erblasserin von der Kirche erworben worden und befand sich seither im Familienbesitz.

Bis zuletzt lebte die Erblasserin gemeinsam mit ihrem Bruder in der alters- und herkunftsgemischten, inklusiven Wohngemeinschaft. Angesichts ihrer voranschreitenden Erkrankung war es ihr ein großes Herzensanliegen, das Haus dauerhaft als Wohnort für die Gemeinschaft zu sichern. Eine Weitergabe im privaten Familienbesitz über den regulären Erbgang kam nicht infrage.

Enge Freunde der Erblasserin, die sich stets tatkräftig in der Frankfurter Kulturszene engagierte, machten sich auf die Suche nach einer tragfähigen Lösung. Dabei stießen sie bald auf die Stiftung trias. Die Liegenschaft wurde schließlich testamentarisch an die Stiftung übertragen – verbunden mit einem notariell gesicherten Wohnrecht für den Bruder und mit dem ideellen Ziel, dass die Wohngemeinschaft auch künftig dauerhaft zu bezahlbaren Mieten in dem Haus wohnen bleiben kann.

Die Gruppe wird sich perspektivisch als Verein organisieren, der den Generalmietvertrag für alle Bewohner*innen übernimmt. Damit bleiben sowohl die Selbstverwaltung als auch die Entscheidung darüber, wer künftig in die Gemeinschaft einzieht, weiterhin in den Händen der Gruppe. Die Hausverwaltung teilen sich die Stiftung trias und die Wohngemeinschaft; der Generalmietvertrag regelt klar, welche Aufgaben jeweils übernommen werden.

Die nächsten Entwicklungsschritte hin zu einem langfristig gesicherten Mietwohnprojekt begleiten Rolf Novy-Huy, früherer Mitgründer und Vorstand der Stiftung trias, und David Marek, ehrenamtlicher Mitarbeiter im Stiftungsteam. Geplant sind unter anderem der Umbau eines Zimmers zu einem Gemeinschaftsraum sowie der Einzug weiterer Bewohner*innen. Insgesamt bietet das Haus Platz für etwa acht bis neun Menschen.

Wir freuen uns sehr darüber, dass wir dank der schenkweisen Übertragung den wertvollen Grund und Boden dem hochspekulativen Frankfurter Markt dauerhaft entziehen konnten und begrüßen mit diesem Volleigentumsprojekt unser erstes Mietwohnprojekt in der Projektfamilie der Stiftung trias!

Der Stifterin, ihrer Familie und der Wohngemeinschaft danken wir sehr für das Vertrauen und die gemeinsame Kooperation.