Ein Wohnprojekt gründen

Ideale langfristig verankern

In die Zukunft denken

Fast 50 gemeinschaftliche Wohn-, Kultur- und Gewerbeprojekte sind dem Solidarverbund der Stiftung trias seit ihrer Gründung 2002 schon beigetreten. So vielfältig die Menschen dahinter auch sind, eine Frage treibt alle um: Wie können wir die Ideale der Gründer*innengeneration langfristig verankern und die Immobilie dauerhaft der Spekulation entziehen?

Erbbaurecht schafft Sicherheit

Die Antwort auf diese Frage bietet das Erbbaurecht – zentrales und rechtssicheres Instrument unserer Zusammenarbeit mit Wohnprojekten. Dazu lässt der Notar in der Regel bereits bei Kauf der Immobilie zwei Grundbücher erstellen: eins für das Haus und eins für den Boden. Der Boden unter dem Haus geht in das Gemeinschafts-eigentum der Stiftung trias über. Das Haus hingegen kauft die Gruppe.
Ausführliche Informationen dazu bietet unsere Erbbaurechts-Broschüre >>

Boden wird zur Allmende

Indem der Boden in das Stiftungsvermögen übergeht, wird er satzungsgemäß unverkäuflich, über Generationen hinweg. Und dank des Zweckparagrafen könnte die Stiftung trias im Ernstfall eine Privatisierung des gemeinschaftlichen Eigentums verhindern – ganz im Sinne der Gründer*innen des Wohnprojektes. Einzelheiten behandelt unsere Broschüre "Erbbaurecht Extrakt".

Selbstbestimmung im Alltag

Egal ob als GbR, Genossenschaft oder Verein organisiert, die Bewohner*innen bestimmen ihren Alltag im Wohnprojekt selbst. Unsere Stiftung bleibt im Hintergrund und fungiert zukünftig allein als Wächterin der ideellen Ziele. Die verschiedenen Rechtsformen und ihren Besonderheiten haben wir ebenfalls verständlich für Sie aufbereitet.

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Vertragliche Vereinbarungen

Die rechtliche Grundlage für die Partnerschaft zwischen Wohnprojekt und Stiftung bildet der sogenannte Erbbaurechtsvertrag. Darin legen wir den Rahmen für die gemeinwohlorientierte Nutzung des Grundstücks und Gebäudes nach den Vorstellungen der Projektgruppe fest.

Erbbauzins mit gutem Zweck

Für die dauerhafte Nutzung des Grundstücks erheben wir einen moderaten Erbbauzins. Mit den Einnahmen decken wir die Fixkosten der Stiftung, finanzieren den Erwerb neuer Grundstücke, erweitern unser Beratungs- und Broschürenangebot und fördern gemeinnützige Projekte.

Flexible Zinsgestaltung

Gemeinsam mit der Projektgruppe legen wir die Höhe und Staffelung des Erbbauzinses für jedes neue Wohnprojekt individuell fest. Unser Ziel ist es, die finanzielle Belastung für die Bewohner*innen gerade in den Anfangsjahren gering zu halten. Langfristig dient der Erbbauzins als Solidartransfer zwischen etablierten Wohnprojekten und den Neugründungen im Verbund unserer Stiftung.

Kaufpreis gemeinsam stemmen

Die ideellen Gründe für eine Zusammenarbeit mit der Stiftung trias stehen im Vordergrund. Aus wirtschaftlicher Sicht hat das Erbbaurechtsmodell für die Projektgruppe auch Vorteile: Wir beteiligen uns an der Finanzierung des Kaufpreises für den Boden. Einen Teil bringen die Mitglieder der Projektgruppe über Zustiftungen aus ihrem persönlichen Umfeld auf.

Anfangsinvestitionen senken

Gerade die Anfangsinvestitionen in Kauf und Sanierung des Hauses stellen neue Initiativen vor große Hausforderungen. Dank der finanziellen Beteiligung unserer Stiftung beim Bodenkauf benötigt die Gruppe im Schnitt weniger Eigenmittel und Bankkredite. Die spätere Miethöhe ändert sich hingegen kaum, da zu den Kapitaldiensten und Bewirtschaftungskosten noch der Erbbauzins hinzukommt.

Wissen und Vernetzung

Der Werkzeugkoffer der Stiftung trias umfasst noch weit mehr: Wir haben langjährige Erfahrung in der Kreditbetreuung und Immobilienbewirtschaftung, gute Kenntnisse über kollektive Rechtsformen und verfügen über ein deutschlandweites Netzwerk aus bestehenden Projekten und kompetenten Berater*innen.

Vertrauensgewinn vor Ort und bei den Banken

Nicht selten haben neu gegründete Wohnprojekt-Initiativen in ihrem lokalen Umfeld, insbesondere gegenüber den Verkäufer*innen, einige Überzeugungsarbeit zu leisten: „Wie wollt ihr Kauf und Umbau finanzieren? Kennt ihr euch in der Immobilienwirtschaft aus?“

Eine Partnerschaft mit der Stiftung trias hilft, die Skeptiker*innen vom Vorhaben zu überzeugen. Die bestehenden rund 50 Wohnprojekte im Verbund sind unsere Referenz.

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