Unser Thema: BODEN

Boden ist weder Ware und damit Spekulationsobjekt noch ist jedes Stück Boden potentielles Bauland

Boden ist endlich. Ein Gemeingut.

Boden ist kein vom Einzelnen erzeugtes Gut, hat also nicht den Charakter einer Ware. Er ist ein Erbe der Menschheit, welches zur sorgsamen Verwaltung für zukünftige Generationen übergeben wurde. Jeder braucht Grund und Boden, deshalb muss er grundsätzlich allen Menschen zugänglich sein. Der Einzelne ist Nutznießer desselben. Ein Wertzuwachs, der aus gesamtwirtschaftlicher Entwicklung entsteht, ist nicht der Verdienst des Einzelnen und steht somit der Gemeinschaft zu.

Bodentagung

Am 30.-31.03.17 hatte die Stiftung trias zur Bodentagung in die Rohrmeisterei in Schwerte geladen. Die gut 40 versammelten ExpertInnen aus Politik, Verwaltung, zivilgesellschaftlichen Initiativen und Organisationen erarbeiteten in drei Workshops Kernelemente, Hürden und Skalierungsmöglichkeiten für Bodenfonds an „knappen Märkten“, „müden Märkten“ und die Landwirtschaft. Die Teilnehmenden suchten darüber hinaus nach „Hebeln“, die einerseits den Zugriff auf Grund und Boden für Projekte ermöglichen, andererseits nach dauerhaften und klugen Konstruktionen, die Governance und den Fluss von Erträgen regeln.

Als Ergebniss entstand die Schwerter Erklärung die fordert, den Zugang aller gesellschaftlichen Gruppen zu Grund und Boden sicherzustellen und Boden wieder stärker unter Gemeinwohlinteresse zu sehen, nicht nur als Sanierungsfaktor für leere Kassen und als Investitionsgut für Kapitalanleger.

Als Gegenentwurf zu Spekulation und Marktversagen fordern die TeilnehmerInnen weiterhin die Einrichtung von Bodenfonds für gemeinwohlorientierte Nutzungen sowie die Vergabe von kommunalem Bodeneigentum im Erbbaurecht und über Konzeptverfahren. Durch eine aktive kommunale Liegenschaftspolitik soll der Zugang zu Boden über Vorkaufsrechte an gemeinwohlorientierte Initiativen ermöglicht werden.

Die Unterzeichner der „Schwerter Erklärung“ gehen schon jetzt mit gutem Beispiel voran und entziehen insgesamt 10 Millionen Quadratmeter (1.400 Fußballfelder) für gemeinwohlorientierte Projekte der Spekulation des Bodenmarktes.

Für die Unterzeichnung wenden Sie sich bitte an David Matthee. 

Download Schwerter Erklärung

Zuwendung + Förderung

„Wenn … der Boden unverkäuflich ist, dann muss eine Übertragung … kaufpreislos erfolgen.“  Christoph Strawe

Boden ist kein vom Einzelnen erzeugtes Gut, hat also nicht den Charakter einer Ware. Boden ist endlich. Er ist ein Erbe der Menschheit, welches zur sorgsamen Verwaltung für zukünftige Generationen übergeben wurde. Jeder braucht Grund und Boden, deshalb muss er grundsätzlich allen Menschen zugänglich sein. Der Einzelne ist Nutznießer desselben. Ein Wertzuwachs, der aus gesamtwirtschaftlicher Entwicklung entsteht, ist nicht der Verdienst des Einzelnen und steht somit der Gemeinschaft zu.

Will man dieses Ziel auf gesellschaftlicher Ebene erreichen, ist eine Reform des Bodenrechtes notwendig. Eine Forderung, die so deutlich in das Wertesystem unseres Wirtschaftssystems eingreift, dass sie heute nur als unrealistisch bezeichnet werden kann. Womit nicht gesagt sein soll, dass ein "anderer Umgang mit Boden" nicht gleichwohl notwendig und sinnvoll ist. Dazu müssen in der Gesellschaft aber andere Voraussetzungen vorhanden sein.
 
Auch um ein Bewusstsein dafür zu schaffen, zu welchen Auswirkungen die Bodenspekulation führt, sind Wohnprojekte mit ideellen Zielsetzungen sinnvoll. Statt bei jedem Verkauf dem Grundstückseigentümer den Mehrwert auszuzahlen und ihn durch Mieter finanzieren zu lassen, bleibt der Wert im Haus neutralisiert und führt zu langfristig günstigen Wohnpreisen.
 
Die Stiftung trias hat sich sowohl die Aufklärungsarbeit, wie auch praktische Umsetzungsarbeit dieser Problematik zur Aufgabe gemacht.

Förder-projekte

Wir sind gemeinnützig im Sinne der Bildung, Alten- und Jugendhilfe, des Naturschutzes und der Völkerverständigung. Es muss aber ein Zusammenhang zu unseren Themen Boden – Öklologie – gemeinschaftliches Wohnen bestehen:

  • Permakulturgarten Leipzig

    Die Kombination von Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, Urban Gardening in einer Baulücke und Permakultur fanden wir ohne Frage unterstützenswert.

  • ein Schulhof wird zum Schulgarten, Lamspringe

    Wenn Beton „hochgehoben wird“ und Kinder ihren eigenen Garten anlegen, „Mutter Erde“ sinnlich selbst wahrnehmen können und Stückchen Land entsiegeln – was will  man mehr?

  • Gärtnerei Anna Linde gGmbH, Leipzig

    Seit Jahren engagiert sich ein kleines Team um diese Gärtnerei, arbeitet in der Jugend- und Stadtteilarbeit und gestaltet ein Stück Stadtboden um. Stadt muss mehr sein, als Häuser…

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Stifter sein

Spekulationsentzug durch Übernahme ins Stiftungsvermögen

Die Stiftung trias legt Ihr Stiftungsvermögen ganz bewusst in Grundstücken an. Wohnprojekte, Grundstückseigentümer oder Institutionen die den Boden aus der Spekulation heraushalten möchten, können ihr Grundstück an die Stiftung übertragen. Die Stiftung trias handelt als "gemeinnütziger Bodenträger".

Für die Nutzung des Grundstücks entrichten die Nutzer einen Erbbauzins an die Stiftung. Dieser wird für die gemeinnützigen Ziele der Stiftung und den Erwerb neuer Grundstücke verwendet.

Die Bodenfrage ist als Bauland offensichtlich. Doch auch in der Landwirtschaft wird mit Boden spekuliert, wird Boden knapp, wenn jeder Quadratmeter für den Anbau von Energiepflanzen genutzt wird. Auch in diesem Bereich engagiert sich die Stiftung trias indem sie Landwirtschaftsflächen in ihr Eigentum übernimmt und diese Landwirten für die Bewirtschaftung zur Verfügung stellt.

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