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Was heißt hier Wohnprojekt?

Wohnprojekte sind freiwillige Zusammenschlüsse von Menschen, die bewusst bestimmte Bereiche ihres Lebens miteinander teilen wollen. Am häufigsten sind Projekte, in denen jede Partei ihre eigene Wohnung bezieht, diverse Gemeinschaftsräume und der Garten gemeinsam genutzt werden.

Das Spektrum reicht von der Kommune über inklusive Mehrgenerationenprojekte mit Pflegedienst bis zum Bauernhof in Selbstversorgung. Wo Sie Sich am Ende wiederfinden, hängt ganz von Ihren Bedürfnissen ab. Diese herauszufinden, ist der erste Schritt. Unser Wissen und Netzwerk können dabei helfen.

Bottom-up statt Top-Down

Leider ist der Begriff Wohnprojekt nicht geschützt und so bedienen sich hin und wieder auch Investoren des positiven Images und bewerben konventionelle Bauvorhaben mit dem Titel.

Das Alleinstellungsmerkmal der Wohnprojekte in unserem Solidarverbund ist, dass die Initiative immer von den Menschen ausgeht, die gemeinschaftlich wohnen wollen. Die Gruppe sucht das Haus und bestimmt wer einzieht. So entstehen echte bedarfsgerechte und renditefreie Mehrfamilienhäuser von und für die Menschen, die darin leben.

Kollektives Eigentum senkt die Einstiegshürde

Zweites setzen unsere Partnerprojekte auf kollektive Eigentumsformen und wollen ihr Wohnprojekt vor Spekulation schützen. Genossenschaften, GbRs oder Vereine bieten auch Bauherr*innen mit kleinem Geldbeutel die Möglichkeit, das eigene Wohnumfeld selbst zu gestalten und die zukünftige Nachbarschaft aktiv mit aufzubauen.

Zwar bleibt so der Wunsch nach der Eigentumswohnung als klassische Altersvorsorge unerfüllt, die Einstiegshürde für neue Bewohner*innen dafür dauerhaft niedrig. Das wiederum ist Grundvoraussetzung, dass die Gemeinschaft neue Mitglieder zukünftig nach Sympathie, und nicht nach Geldbeutel, auswählen kann.

Passende Lektüre

Die gesammelten Erfahrungen aus 20 Jahren Stiftungsarbeit verarbeiten wir in unseren Informationsbroschüren. Die gibt es mittlerweile zu fast allen Themen rund ums gemeinschaftliche Wohnen. Wir erheben lediglich einen Kostenbeitrag für Druck und Versand. Die beste Lektüre für den Einstieg ins Thema ist die Broschüre „Ein Wohnprojekt starten“. Die bieten wir auch als kostenfreien Download:

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Zur Broschüre "Ein Wohnprojekt starten" >>

Suche im Wohnprojekte-Portal

Sie kennen Ihre Bedürfnisse und suchen nun das passende Projekt? Es gibt verschiedene Möglichkeiten, in die wachsende Wohnprojekte-Landschaft Deutschlands hineinzukommen. Wir vermitteln gerne weiter. Eine Übersicht bestehender Projekte und solcher in Gründung bietet unser Wohnprojekte-Portal. Die Website hilft interessierten Menschen auf dem Weg zu Neugründungen, dient aber auch als Serviceinstrument für bestehende Initiativen. Sie können eine eigene Suchanzeige schalten oder gezielt in Ihrer Region nach passenden Wohnprojekten Ausschau halten. Auch ein Verzeichnis von spezialisierten Wohnprojektberater*innen ist im Wohnprojekte-Portal zu finden.

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Rundbrief

Sie möchten regelmäßig über Neuigkeiten aus der Stiftung und der Wohnprojektewelt informiert werden? Dann melden Sie sich zu unserem zweimonatig erscheinenden Newsletter an.

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Bundesverband für gemeinschaftliches Wohnen

Die zentrale Anlaufstelle auf Bundesebene ist das „FORUM gemeinschaftliches Wohnen e.V.“ mit Sitz in Hannover. Das FORUM ist ein überregionaler Zusammenschluss von Menschen und Organisationen mit Interesse an selbstorganisierten Wohnprojekten. Der Verein betreibt eine eigene Projektebörse, um Menschen zusammenzubringen. Zudem stellt das FORUM mit der Informationsplattform "WIN - Wissen, Informationen, Netzwerke" einen Kompass zu Beratungsangeboten etc., einen Wissenspool sowie eine Förderdatenbank zur Verfügung.

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Zur Informationsplattform WIN für gemeinschaftliches Wohnen >>

Regionalstellen vor Ort

Das FORUM unterhält neben der Geschäftsstelle in Hannover ein Netz von Regionalstellen in jedem Bundesland. Diese bieten Ihnen weitere Kontaktmöglichkeiten zu Wohnprojekten in Ihrer Region:

Zu den Regionalstellen des FORUM >>

Eigenes Wohnprojekt starten

Eine Initiative beginnt immer mit einer Person. Sie glauben, in Ihrer Heimat gibt es genug Menschen, die Ihren Wunsch teilen? Vielleicht haben Sie sogar schon ein passendes Grundstück im Auge? Sprechen Sie im Freundeskreis darüber, vertrauen Sie auf ihre Visionskraft.

Unsere Broschüren zu Rechtsformen und Finanzierungsmodellen bieten Ihnen eine gute Grundlage, um zu entscheiden, in welche Richtung Ihre neue Initiative gehen soll.

Irgendwann steht dann die Frage im Raum: Wie können wir die Ideale der Gründer*innengeneration langfristig verankern? Das Erbbaurechtsmodell der Stiftung trias ist eine Antwort.

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